Spiritualität & Religionskritik

Spiritualität - eine selbstgebastelte Definition

Spiritualität bedeutet, sich als Teil des Ganzen wahrzunehmen und im Alltag danach zu handeln.
Das sich stetig wandelnde, entwickelnde Denken, Handeln und Empfinden richtet sich nach den Bedürfnissen der Menschen und der sie umgebenden Umwelt - nicht nach denen eines erfundenen Gottes oder nach (schein)heiligen Schriften psychisch fragwürdiger Propheten und größenwahnsinniger Gottesstellvertreter. Spiritualität fordert keinen Guru, keine Zwangsbeglückung durch dogmenbehaftete, diktatorische, rückständige religiöse Einrichtungen - welche selbstgeschmiedete Antworten auf unlösbare Fragen als heilige, unantastbare Wahrheiten deklarieren, um uneingeschränktes Mitspracherecht und staatlich-finanzielle Förderungen zu erwirken. Spiritualität öffnet sich wissenschaftlichen Erkenntnissen, welche sich gleichfalls stetig verändern und weiter entwickeln. Fanatismus ist ihr fremd.

Die sonderbare Welt der Religioten

"Religion heißt, sich darüber zu streiten, wer den besseren imaginären Freund hat." (Verf. unbek.)

Es stimmt bedenklich, wie manche Menschen ihr Leben (oft fanatisch) nach religiösen Dogmen ausrichten. Wer sich außerhalb dieser geschlossenen Glaubenssysteme bewegt, gilt als vom Teufel besessen bzw. als "verloren". Denn jede religiöse Gruppierung glaubt, die einzig wahre zu sein. Andersdenkende ernten Ausgrenzung, Verachtung und Verfolgung bis hin zur Ermordung.

Menschen erschaffen eine religiöse Welt, die ihnen das gibt, was sie unter irdischen Bedingungen und Ihresgleichen nicht finden. Eingezwängt in ein Korsett in sich geschlossener Denksysteme, das dafür Empfänglichen Halt bietet, verschanzen sie sich hinter imaginären und realen Mauern, innert welcher sie fremdgesteuert religiösen Ideologien nachheucheln. Manche missbrauchen die himmlischen Darsteller dazu, um ihr Gewissen zu besänftigen. Denn ihr (personaler) Gott ist nicht nur ein strafender, sondern zeigt sich auch gnädig, verzeiht alles. Und schwupps übertragen Menschen ihre Eigenverantwortung auf die imaginären Angebeteten. Frei nach dem Motto "Der da oben wird's schon richten".

Die Lasten des Alltags, soziale Defizite, Traumata und Schuldgefühle werden mittels religiöser Handlungen betäubt, schöngefärbt und zugedeckt. Um sich 'gut', 'geliebt' oder 'beschützt' zu fühlen, wird die Wohnung mit Sprüchen aus heiligen Büchern tapeziert, jedes freie Eck (incl. Handtasche und Auto) mit einem (schein-)heiligen Buch ausgestattet, und man zieht sich regelmäßig via diverser Medien mutmaßlich heilige Botschaften rein. Die umfeldbezogene Wahrnehmung vollzieht sich ausnahmslos durch einen dichten, religiösen Schleier. Was letztendlich mitunter in Verhaltensweisen mündet, für die die Psychiatrie vermutlich passende Bezeichnungen weiß.

Mit gesunder Spiritualität hat das wohl wenig zu tun. Eher mit Halt und Sinn suchender Fremdorientierung, Flucht und Sucht (siehe auch "Religion wirkt wie Drogen"), fanatischem Narzissmus, psychischen (Persönlichkeits-)Störungen oder gar Wahn [86 KB] . Und genau davon profitieren Religionsgemeinschaften, Kirchen und Sekten - und lassen sich das auch noch bezahlen. So locken religiöse Verbindungen gerne mit vermeintlich sozialen Komponenten, dem Gefühl auserkoren zu sein, und einem sicheren jenseitigen Platzerl an Gottes Seite.

Nicht weniger engstirnig zeigen sich allerdings auch so manche Wissenschaftler, an deren egozentrischem Ereignishorizont weltbildfremde (spirituelle) Einflüsse unerbittlich zerfetzt werden.

Blicken wir auf das Gedankengut diverser Wissenschaftler, Philosophen, Künstler u. a.:
Naturwissenschaftler (Astrophysiker, Mathematiker, Naturphilosophen, Biologen, u. a.)
Geisteswissenschaftler (Theologen, Mystiker, Philosophen, u. a.)
Kabarettist Gunkl - Aufschlussreiches zum Thema Religion
Kabarettist Dieter Nuhr - Radiointerview mit Philosoph M. Schmidt-Salomon und Soloprogramm
Satiriker - Wissenswertes zum Thema "Heilige Schriften" (Die Anstalt; M. Uthoff & C. von Wagner)
Lieder - Kritisches zum Thema Religion (Reinhard Mey, Leo Lukas, Udo Jürgens, Wolfgang Ambros)

Aus dem christl. Glaubensbekenntnis-Repertoire

Die Gottesliebe steht an erster Stelle.

Die Nächsten- und Feindesliebe bezieht sich in der ursprünglichen Fassung nur auf das eigene Volk, die eigene Glaubensgruppe.

Es kommt nicht auf die Taten der Menschen an, sondern auf den unerschütterlichen Glauben an Jesus / Gott und deren ständige, aus tiefstem Herzen empfundene Lobpreisung.

Verantwortung und Rechenschaft hat man ausschließlich gegenüber Gott zu zeigen bzw. abzulegen.

Mitmenschen werden diffamierend auf den zweiten Platz verwiesen! An erster Stelle steht der Gehorsam gegenüber eines erfundenen Gottes. Es entsteht der Eindruck, Mitmenschen fungieren den Gläubigen als "Mittel zum Zweck", um diesen ihren Freifahrtschein in Gottes Reich (je nach Glaubensrichtung wahlweise im Himmel oder auf Erden) zu ermöglichen.

"Wohl ist dem Religiösen auch Gemeinschaft, gemeinschaftliche Erbauung Bedürfnis, aber das Bedürfnis des andern ist an sich selbst noch immer etwas höchst Untergeordnetes. Das Seelenheil ist die Grundidee, die Hauptsache des Christentums, aber dieses Heil liegt nur in Gott, nur in der Konzentration auf ihn. Die Tätigkeit für andere ist eine geforderte, ist Bedingung des Heils, aber der Grund des Heils ist Gott, die unmittelbare Beziehung auf Gott. Und selbst die Tätigkeit für andere hat nur eine religiöse Bedeutung, hat nur die Beziehung auf Gott zum Grund und Zweck – ist im Wesen nur eine Tätigkeit für Gott – Verherrlichung seines Namens, Ausbreitung seines Ruhmes." (Ludwig Feuerbach, Wesen des Christentums).

Kein Wunder, dass man derart religionsdurchweichte Realitätsflüchtlinge, angeordnete (!) Liebe verbreitende, frömmelige Dauergrinser an den Schultern packen und wachrütteln möchte. Sie sträuben sich jedoch meist kategorisch – gern in Verbindung eines schlafwandlerisch anmutenden Bibelzitatergusses - gegen mittlerweile wissenschaftlich ausgewertete, religionskritische Erkenntnis-gewinne.

Die Wissenschaft entzaubert Jesus als einen das Judentum vertretenden, die baldige (bis dato nicht eingetroffene!) Endzeit verkündigenden religiösen Extremisten, welcher offenbar von seiner eigenen Familie für verrückt gehalten wurde, und die ihn deshalb vom Verkünden abhalten wollte. Jesus - ein eine radikale Bekehrungsreligion verbreitender Wanderprediger. Einer unter vielen der damaligen Zeit. Er hatte nur das Pech, zu etwas gemacht zu werden, das er nie war (siehe Bibel). Er hatte auch als positiv zu bewertende Ansichten, dazu bedarf es jedoch weder einer Religion, noch einer vermeintlich göttlichen Herkunft.

"Das Christentum insgesamt mit seiner Geschichte und seiner Dogmatik entpuppt sich als weltgeschichtlicher Irrtum, als folgenreicher Selbstbetrug, als eine weltanschauliche Luftnummer." (Dr. Heinz-Werner Kubitza)

Siehe auch Islam-Kritik und die Machenschaften von Scientology.

  • Religionskritiker
  • Gottes Nebenkosten
  • Relig. Fundamentalismus
  • Bücher

Religionskritik - Feuerbach, Marx, Freud, Dawkins

Der Jesuswahn - Buch von Dr. Heinz Kubitza

"Heilige Schriften" sind die am meisten überschätzten Bücher, und deren Heilsverkünder die am meisten überschätzten Personen der Welt!
Es gibt keinen Gottesbeweis. Und einen Jesus, wie ihn die Bibel schildert, hat es nie gegeben. Dennoch halten naiv Gläubige an ihren Projektionen, Selbstsuggestionen bzw. Illusionen fest, erheben sie zu Gottes Wort und in den Stand der Wahrheit. Womit Gläubige sich selbst eines Großteils ihrer Seriosität und Integrität berauben.

Gott hat hohe Nebenkosten

Um der religiösen Unterdrückungs- und Manipulationsmaschinerie Einhalt zu gebieten, erscheinen folgende Maßnahmen dringend überlegenswert:
* Religionskritik darf nicht strafbar sein, sondern muss ernst genommen werden.
* Entmachtung religiöser Verbindungen bzw. Kirchen; es sollte ihnen bestenfalls Vereinscharakter zugesprochen werden.
* Die Gläubigen müssen sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei Heiligen Schriften um von Menschen erdachte Mythen handelt.
* Keine staatlichen Zuschüsse an Kirchen oder ähnliche Einrichtungen.
* Kündigung von Kirchen als Träger diverser Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Spitäler...).
* Aufhebung jenes Grundgesetzes, wonach Kirchen ihre eigenen Angelegenheiten ohne Einflussnahme des Staates regeln dürfen.
* Betriebsverfassungsgesetz und Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz müssen auch für Kirchen gelten.
* Religionsunterricht an Schulen beenden. Es genügt, zB mittels Geschichtsunterricht über Religionen zu erfahren.
* Kindstaufen bzw. automatische Zugehörigkeiten zu religiösen Verbindungen untersagen.
Spiritualität bedeutet, sich als Teil des Ganzen wahrzunehmen und im Alltag danach zu handeln. Stattdessen geben die meisten Menschen ihren Verstand und ihre Verantwortung an fadenscheinige, religiöse Heilslehrenverkünder ab, welche die Menschen ebenso spalten, wie politische Parteien dies tun. Religion und Politik sind eng miteinander verknüpft, bilden ein Kontrolle ausübendes Machtgefüge, das erfolgreich mit den Ängsten, Schicksalen und Sehnsüchten der Untertanen (Volk) spielt, um sie für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Kirchen-Finanzierung

"Die Kirche steht im diametralen (Anm.: gegensätzlichen, konträren) Gegensatz zu allem, was echte Humanität, echte Wahrhaftigkeit, echte Gerechtigkeit und echte Liebe bedeutet." (Prof. Hubertus Mynarek, Philosoph, Theologe und Kirchenkritiker)
Dafür, dass zB Deutsche Geistliche ihren dummen Schäfchen ein Leben in Armut indoktrinieren, kassieren sie selbst ein monatliches Bruttogehalt zwischen € 5.000,- und € 11.500,- (!) - und das bei meist freier Logis plus Haushälterin und sonstigem Personal. Großkirchen erhalten pro Land/Mitgliederschar jährlich viele Milliarden Euro durch Kirchensteuern plus etlicher Milliarden Euro an staatlichen Zuschüssen. Seltsamer Weise sind diese Zuschüsse beim Schüren politischer Sparpakete ausgeschlossen, werden niemals gekürzt...

Wurzel allen Übels? - von R. Dawkins

Jesus' junge Garde - christl. Rekruten

Sektenkinder - Das Urteil gegen den Guru

Siehe auch Islam-Kritik und die Machenschaften von Scientology.

Bücher


Problemfall Religion
Ein Kompendium der Religions- und Kirchenkritik

von Dr. Gerhard Czermak
Tectum-Verlag
ISBN: 978-3-8288-3285-5

Der Jesuswahn
Wie die Christen sich ihren Gott erschufen
Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung
von Dr. Heinz-Werner Kubitza
Tectum-Verlag
ISBN: 978-3-8288-2435-5

Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung
Ein analytischer Leitfaden
von Hartmut Krauss
Hintergrund-Verlag
ISBN: 978-3000407949

Hätte man Verstand, brauchte man keine Götter
Religionskritik in Zitaten
von Klaus Huber
Verlag: BoD-Books on Demand GmbH
ISBN: 978-3-8423-4988-9

Gottes Werk und unser Beitrag
Kirchenfinanzierung in Österreich
von Carsten Frerk und Christoph Baumgarten
Czernin-Verlag
ISBN: 978-3-7076-0430-6 (Buch)
ISBN: 978-3-7076-0431-3 (E-Book)

Keine Macht den Doofen - Eine Streitschrift
von Michael Schmidt-Salomon
Piper-Verlag
ISBN: 978-3-492-27499-4

Manifest des evolutionären Humanismus
Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur
von Michael Schmidt-Salomon
Alibri-Verlag
ISBN: 3-86569-011-4

KINDERBÜCHER

Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel
Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen
von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke
Alibri-Verlag
ISBN: 978-3-86569-030-2

Susi Neunmalklug erklärt die Evolution
Ein Buch für kleine und große Besserwisser
von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke
Alibri-Verlag
ISBN: 978-3-86569-053-1

Big Family - Die phantastische Reise in die Vergangenheit
Michael Schmidt-Salomon und Anne-Barbara Kindler
ISBN: 978-3-00-050236-1

  • Evolutionärer Humanismus
  • Humanistentag
  • Religiöse Kinder
  • Kosm. Eintagsfliege

Wer leichter glaubt, wird schwerer klug! (Möller)

Hoffnung Mensch - Geschichte des evol. Humanismus

Begleittext zum Disput Berlin (Wer leichter glaubt, wird schwerer klug!) - hier [277 KB]
Begleittext zum Evolutionären Humanismus (Hoffnung Mensch) - hier [38 KB]
Die Stützpfeiler des evolutionären Humanismus - hier [111 KB]

Erstrebenswertes

Atheisten, Humanisten und Säkularisten beginnen, nach jahrhundertelangem erzwungenem Schweigen, aufzustehen und sich zu ihren Weltanschauungen zu bekennen. Es eint sie der Wunsch nach Freiheit von religiöser Bevormundung und nach einer Welt, in der nicht Waffen, sondern die besseren Argumente zählen. Probleme löst man durch Bildung, Mitgefühl und Mut.
Ein Viertel der Bevölkerung ist schon konfessionsfrei, aber wenige bekennen sich dazu. Viele fürchten die Macht der Kirche, sie beugen sich sozialem Druck, das ist ihnen wichtiger, als eine „vernünftige“ Welt. Geistige Abhängigkeit und Stammesdenken sind die Folge, deren extreme Auswirkungen wir heute erleben.
Freidenker versuchen dem zu entrinnen. Sie bilden eine humanistische Gemeinschaft - mit vernünftigen Regeln statt der obsoleten 10 Gebote - im Mittelpunkt stehen der Mensch und die Menschlichkeit. Viele sagen:„Ich achte Dich!“ statt „Grüß Gott!“ Sie sind für ein evidenzbasiertes Weltbild mit Realitätsbezug ohne Wunder, Gurus und selbsternannte Propheten. Damit ist der Humanismus auch ein Friedensprojekt.
Um das Mittelalter überwinden zu können braucht es Vernunft, Daseinsfreude und Menschlichkeit statt Irrationalität, Elendsverherrlichung und Bosheit.
(Quelle: www.freidenker.at)

Welthumanistentag 2015, Zürich

"Der Mensch braucht nicht notwendigerweise Religion, aber er braucht tragfähige Antworten auf die Grundfragen seiner Existenz. In der Vergangenheit fanden die meisten Menschen diese Antworten in religiösen Quellen. In der Zukunft, so meine Prognose, werden sie sich im Kosmos eher verorten - mit Hilfe von Wissenschaft, Philosophie und Kunst." ... "Ich bin überzeugt davon, dass sich letztendlich evidenzbasierte, sinnlich erfahrbare und intellektuell plausible Antworten gegen Schabernack und Hokuspokus durchsetzen werden.
Wer die grandiosen Dimensionen, die uns das wissenschaftliche Weltbild eröffnet, nicht nur intellektuell begriffen hat, sondern auch die Tiefe und Erhabenheit spürt, die in dieser Weltsicht liegt, entwickelt eine besondere Form von 'Religiosität', die mit dem, was traditionellerweise unter Religion verstanden wird, nur schwerlich noch in Einklang zu bringen ist."

Mein persönliches Credo (ohne Anspruch auf Verbindlichkeit)

"Ich glaube an den Menschen
Den Schöpfer der Kunst
Und Entdecker unbekannter Welten.

Ich glaube an die Evolution
Des Wissens und des Mitgefühls
Der Weisheit und des Humors.
Ich glaube an den Sieg
Der Wahrheit über die Lüge
Der Erkenntnis über die Unwissenheit
Der Phantasie über die Engstirnigkeit
Und des Mitleids über die Gewalt.

Ich verschließe nicht die Augen
Vor den Schrecken der Vergangenheit
Dem Elend der Gegenwart
Den Herausforderungen der Zukunft
Aber ich glaube
Dass wir bessere Wege finden werden
Um das Leid zu vermindern
Die Freude zu vermehren
Und das Leben zu bewahren.

Ich glaube an den Menschen
Der die Hoffnung der Erde ist
Nicht in alle Ewigkeit
Doch für Jahrmillionen
(Amen)*."

*) Es sei erwähnt, dass dieses "Amen" hier selbstverständlich nicht im Sinne eines dogmatischen "So ist es!" gemeint ist, das jede weitere Diskussion unterbinden will (dies würde dem evolutionären Ansatz des Humanismus auch völlig widersprechen). Es ist vielmehr im Sinne eines hoffnungsvollen "So möge es sein" gedacht.

(Michael Schmidt-Salomon)

Religiöse Erziehung von Kindern

"Es ist wahrlich zum Haare ausreißen, mit welch debilem Quark wehrlose Kinder schon in der Familie, im Kindergarten, in der Grundschule - schlimmer noch in christlichen Sonntags- und muslimischen Koranschulen - gefüttert werden. Muss man sich noch wundern, dass die meisten Menschen niemals eine funktionstüchtige intellektuelle Immunabwehr aufbauen können, wenn sie bereits mit der kulturellen Muttermilch eine solche Überdosis hirnzersetzender Schadstoffe aufnehmen müssen?" (...) "Wer sich einmal dazu gebracht hat, alle die Absurditäten, die die religiösen Lehren ihm zutragen, ohne Kritik hinzunehmen, dessen Denkschwäche braucht uns nicht arg zu wundern."
(Sigmund Freud, Neurologe, Psychologe, Religionskritiker)

Erziehung zur Denkverödung
1. Schere dich nicht um Argumente.
2. Gehe den Dingen nicht auf den Grund.
3. Sei kein Narr, der gegen die Absurditäten des Systems aufbegehrt, sondern ein Tor, der der dummen Horde folgt.
4. Frage niemals nach dem Sinn des Ganzen, sondern passe dich an die herrschenden Gepflogenheiten an - auch wenn sie noch so himmelschreiend blöde sind.

Keine Macht den Doofen! (M. Schmidt-Salomon)

Relig. bed. Konflikte unter Grundschulkindern

"Als Lehrer waren wir täglich mit Kindern bildungsferner Eltern konfrontiert und allem, was dazu gehört: Teilweise extrem hohe Gewaltbereitschaft und geringer Frustrationstoleranz. Massive Sprachprobleme, extrem wenig Leistungsmotivation, dazu tägliche Frechheiten, Beschimpfungen, sogar Handgreiflichkeiten. Kognitive emotional-soziale psychomotorische Defizite - zusammengefasst wird das Ganze in lustigen Abkürzungen namens ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), NDH (Nicht deutscher Herkunft), LMB (Lernmittelbefreit). Und natürlich Antisemitismus, Kreationismus, Sexismus und Homophobie - allesamt religiös motivierte Themen." (Philipp Möller, Pädagoge)

Die kosmische Eintagsfliege

Der Mensch - Die kosmische Eintagsfliege
Die Geschichte des Universums, umgelegt auf ein Kalenderjahr.
Philosoph Michael Schmidt-Salomon über die Spezies "Homo sapiens demens".

Homo sapiens, der „weise Mensch“– das ist etwa so originell wie der vegetarische Löwe, der steppende Regenwurm oder die bürokratische Spitzmaus. Sicher: Eine gewisse Bauernschläue kann man unserer Spezies nicht absprechen – aber Weisheit? Nein. Weisheit war und ist Mangelware unter uns eitlen Affen. Unsere so hoch gerühmte Intelligenz – wir nutzten sie nicht vorrangig, um aus dieser Welt einen besseren, einen lebenswerteren Ort zu machen, sondern um uns gegenseitig auszutricksen, auszuplündern, auszubeuten, abzuschlachten. Und wozu das Ganze? Für nichts und wieder nichts. Denn die Sieger dieses elenden Spiels um Macht und Ressourcen kamen keineswegs in den Genuss eines sorgenfreien Lebens. Sie mussten die Früchte ihres Triumphs vielmehr ängstlich umklammern, in ständiger Furcht davor leben, bald selber ausgetrickst, ausgeplündert, ausgebeutet, abgeschlachtet zu werden. Dümmer geht’s nimmer – und doch wird dieses Spiel fortgesetzt von Generation zu Generation.
Eine weit treffendere Artbezeichnung als Homo sapiens wäre daher Homo demens, der irre, der wahnsinnige Mensch. Denn genau das zeichnet uns vor allen anderen Tieren besonders aus: Nur wir sind irrsinnig genug, unser Leben für pure Fiktionen wie „Gott“ und „Vaterland“, „Ehre“ und „Ruhm“ aufzuopfern. Keine Ideologie ist absurd genug, als dass wir für sie nicht bis zum bitteren Ende kämpfen würden.
Glauben Sie mir: Könnte man aus dem Club Homo sapiens demens austreten, so, wie man einem miesen Sportverein, einer von Idioten durchsetzten Partei, einer von Schwachköpfen dominierten Glaubensgemeinschaft die Mitgliedschaft aufkündigt – ich hätte es längst getan. Doch ein Austritt aus Homo sapiens demens ist zu Lebzeiten bekanntlich nicht möglich. Wir sind geborene Mitglieder dieses Clubs, verurteilt dazu, den Makel, Mensch zu sein, ein Leben lang mit uns herumzutragen.
Doch Jammern hilft nicht. Versuchen wir stattdessen, das Beste aus unserer Lage zu machen. Immerhin hat uns die biologische Evolution durchaus vielversprechende Anlagen mit auf den Weg gegeben. Denn – ob Sie es glauben oder nicht: Homo demens muss keineswegs das Ende der Fahnenstange sein. Tatsächlich trägt jeder von uns die Anlage zu beidem in sich, zum hohlköpfigwütenden Homo demens wie zum sanftmütigklugen Homo sapiens.
Arbeiten wir also daran, dass sich Homo sapiens irgendwann einmal gegen Homo demens durchsetzen kann! Es wäre die größte Revolution in der Geschichte der Menschheit.

(„Keine Macht den Doofen – Eine Streitschrift“ von Michael Schmidt-Salomon, Piper Verlag)

Anlaufstellen

FREIDENKER.at - Vereinigung für Freidenker, Atheisten und Humanisten
Humanistengespräche - von Freidenker & Humanisten
Religion ist Privatsache
Kirchenaustritt Österreich - FAQ's zum Kirchenaustritt
GBS - Aufklärung im 21. Jahrhundert (Giordano Bruno Stiftung), auch auf Facebook
HPD - Humanistsicher Pressedienst
Gläserne Wände - Bericht zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland (HVD)
EvoKids - Evolution (statt Religion) an den Grundschulen
Denkladen.de - "Religionsfrei Zone" Aufkleber, Bücher für's Diesseits, etc.

Kaum zu glauben...

Michael Schmidt-Salomon: Respekt und Toleranz [143 KB]
Michael Schmidt-Salomon: Respekt? Wovor denn? [171 KB]
Dr. Walter Hoffmann: (Kollektive) Wahnstörungen [86 KB]
Dr. Heinz-Werner Kubitza: Der Jesuswahn - Wie die Christen sich ihren Gott erschufen
Dr. Heinz-Werner Kubitza: Interview zu seinem Buch Der Jesuswahn [158 KB]
Dr. Gerhard Czermak - Ein Wort zu Mohammed [73 KB] (medizinhistorischer Befund)
Dr. Richard Dawkins: Liebesbriefe (fundamentalistische Reaktionen auf Dawkins' Gedankengut)