Ein Feature von Rainer Preatorius mit Michael Schmidt-Salomon, Philosoph und Vorstandssprecher der humanistischen Giordano-Bruno-Stiftung (GBS). Dieter Nuhr - Ein Kabarettist spricht über Christentum, Islam, Facebook und andere Unannehmlichkeiten


Nuhr dran glauben - Ein Beitrag zur ARD-Themenwoche "Woran glaubst Du?" (Juni 2017)



ZITATEN-KABARETT

"Als der Mensch noch keine Wissenschaft kannte, glaubte er, dass nicht Gravitation oder Magnetismus die Welt zusammenhalten, sondern Zauberkräfte."
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Das Schöne am Glauben an das im Geheimen waltende Böse ist, dass man einer exklusiven Gemeinschaft angehört, die die Wahrheit gepachtet hat. Wunderbar ist auch, dass der Angehörige einer verschwörungsgläubigen Gemeinschaft glauben darf, mehr zu wissen, als alle Wissenschaftler dieser Erde, obwohl ihm ganze Sätze mit mehr als fünf Worten oder Rechnungen mit mehreren Ziffern oft große Schwierigkeiten bereiten. Mit anderen Worten: Die Glaubensbereitschaft steigt proportional zum Trottelfaktor. Je größer der Deppenfaktor, desto gigantischer das Bescheidwissergefühl."
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Man kann das Bekloppteste glauben, wenn man nur jeden Zweifel zur Sünde erklärt.
Ein Prinzip, das in größter Perfektion von unseren Weltreligionen angewendet wird."
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Dass Menschen bereit sind, für ihre religiösen Überzeugungen zu sterben, ist die eine Sache.
Eine andere ist, wenn ein religiöser Mensch andere für seine Überzeugungen umbringt."
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Fundamentalisten überschätzen möglicherweise einfach ihre Kenntnis über Gott." (Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Glaube ist etwas Erstrebenswertes, jedoch mit einem funktionierenden Gehirn oft nur schwer auszuhalten."
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Es ist die Angst, die uns in den Glauben treibt. Wir sind klein, die Welt ist groß - und oft unerklärlich und feindselig."
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Menschen glauben gerne irgend etwas, was ihre schäbige Existenz erhöht, und sind dann beleidigt, wenn ihnen die Realität widerspricht."
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Wenn solche Gestalten zum Verzicht aufrufen, ist Vorsicht geboten! Oft sind das düstere Versuche, die eigene Lebensunfähigkeit dadurch erträglich zu machen, dass man sie zu etwas moralisch oder theologisch Besserem stilisiert."
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Der Glaube dient in erster Linie dazu, ein sinnloses, todgeweihtes Leben in eine hoffnungsvolle Veranstaltung umzuwandeln, mit anderen Worten: Er ist eine Illusion, die uns hilft, das Unterträgliche erträglich zu machen." (Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Ich bin mir nicht sicher, dass Gott ein Mann ist. Wäre er eine Frau, würde er zu uns sprechen."
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Es ist interessant, dass die meisten Religionen das Opfer für ein adäquates Mittel halten, Gott zu bestimmten Handlungen zu überreden. Wenn Abraham ein Schaf oder der Eingeborenenstamm ein Huhn oder der Katholik ein 50-Cent-Stück opfert, dann sind sie sich offenbar einig in der Meinung, dass sie Gott für korrupt halten." (Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Dass ein gütiger Gott die komplette Menschheit mit Ausnahme seiner beiden Lieblingsexemplare ersäuft, macht aus Gott eine Art stalinistischen Säuberer." (Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)

"Religion sagt nichts aus über Gott, aber viel über die Gläubigen"
(Dieter Nuhr, dt. Kabarettist)




Zurück zu Spiritualität und Religionskritik
Zurück zur Starteseite